Langhaarkatze - Perser Katze

Geschichte der Perserkatze


Die Perserkatze ist sicherlich eine ältesten und bekanntesten Katzenrassen überhaupt. Ihren Ursprung hat sie wahrscheinlich in einer Kreuzung zwischen Angora- und persischen Langhaarkatzen. Erstmals nachweisbar sind Perserkatzen 1620, als sie von Pedro della Valle nach Italien gebracht wurden, fast gleichzeitig kamen einige Tiere durch Nicholas-Claude Fabri de Pieresc über die Türkei nach Frankreich. Fast zweihundert Jahre lang galt der Besitz solcher Tiere als Statussymbol. Im Ausgehenden 19. Jahrhundert legte Harrison Weir einen ersten Standard für die gezielte Zucht der Perserkatze vor. In jener Zeit war die häufigste Fellfarbe Blau, weshalb zeitweilig selbst kurzhaarige Tiere mit blauer Fellfarbe als „Kurzhaarperser“ bezeichnet wurden. Ursprünglich war ihr Aussehen wesentlich gemäßigter als heute und die Pflege des Fells für das Tier selber unproblematisch. Im Laufe der Zuchtgeschichte jedoch wurden die Gesichter immer kürzer, runder und flacher, das Fell immer üppiger und erhielt beständig mehr Unterwolle. Insbesondere in den Vereinigten Staaten wandte man sich ab den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts einer extremen Zuchtform, dem sogenannten „Peke Face“ (= Pekinesengesicht) zu. Bald wurde diese Form auch in Massen nach Europa exportiert und brachte neue Katzenkrankheiten mit, die bis dahin nahezu unbekannt gewesen waren.
Das sehr flache und kurznasige „Peke Face“ ist einer der beliebtesten Showtypen der Perserkatze. Eine Folge dieser Zuchtform sind ständig tränende Augen, Gebißfehler und Atemprobleme, die vielfach angeprangert werden. Diese Probleme sind leider erblich. Aufgrund der gesundheitlichen Schwierigkeiten, die sich aus dieser Extremzucht ergeben, ist sie heute vielfach nicht mehr gewünscht.
Mittlerweile wird die Perserkatze in nahezu allen Farbvarianten gezüchtet.

Perserkatzen und ihr Wesen


Perserkatzen sind ruhig und freundlich, sie eignen sich daher gut für eine reine Wohnungshaltung. Wer eine Katze sucht, die auch im Garten herumstreunt ist mit ihr nicht gut beraten, da das Fell sehr leicht verfilzt. Ein gepflegtes Sonnenbad am geöffneten und gesicherten Fenster oder auf einem gesicherten Balkon wissen aber auch sie zu schätzen. Man sollte aber nicht meinen, daß man mit einer Perserkatze eine Sofadekoration erwirbt, auch sie möchte beschäftigt werden und verabscheut Langeweile. Also auch bei dieser Katze muß der Dosenöffner für ausreichend Spiel und Spaß sorgen. An besonders heißen Tagen ist es gut für die Perserkatze ein schattiges Plätzchen zu suchen oder sie sogar zu scheren, denn aufgrund ihres üppigen Fells wird ihr sehr schnell zu warm.
Ihre Stimme ist angenehm und eher leise. Sie mögen Geselligkeit, aber keine übertriebenen Liebesbezeugungen.

Perserkatzen und die Pflege


Wer eine Perserkatze sein Eigen nennt, der braucht viel Zeit und Mühe für die Pflege seiner Samtpfote. Wenn irgendwie möglich sollte man sie täglich kämmen, da ihr Fell ansonsten verfilzt und bei anhaltend falscher oder mangelnder Pflege nur noch das radikale Scheren als Ausweg bleibt. Vor allem in der Zeit des Fellwechsels (Frühjahr und Herbst) ist intensive Pflege angeraten. Kastrierte Tiere sind hier besonders aufwendig, da sie üppigeres Fell haben als potente Tiere. Aus diesem Grund sollte man schon bei den Kitten anfangen sie an regelmäßige Fellpflege zu gewöhnen. Vor allem unter dem Bauch und an den Innenseiten der Beine bildet sich gerne Filz.
Nicht vernachlässigen sollte man auch die Krallenpflege, da Perserkatzen häufig „kratzfaul“ sind und ihre Krallen nicht ausreichend am Kratzmöbel abnutzen. Daher sollte man ein- bis zweimal im Jahr die Krallen vor allem an den Vorderpfoten mit einer Spezialzange kürzen. Dabei dürfen nur die nicht durchbluteten Krallenspitzen entfernt werden. Da es ein gewisses Verletzungsrisiko für das Tier gibt, sollte man sich dies vorher einige Male von einem Tierarzt oder erfahrenen Züchter zeigen lassen.
Aufgrund des oftmals sehr starken „Stops“ (Absatz zwischen Nase und Stirn) neigen Perserkatzen zu Verengungen bzw. Verstopfungen der Tränenkanäle. Eine regelmäßige Säuberung ist aus hygienischen Gründen notwendig und sollte immer in Richtung vom Ohr zur Nase erfolgen. In ausgeprägten Fällen sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.
Angenehm und notwenig für das Tier ist sicherlich das Zufüttern von Malzpasten und ähnlichen Produkten, die der Katze helfen die beim Putzen verschluckten Haare auf natürlichem Wege loszuwerden.

Colourpoint (Himalayan) Unterart der Perserkatze


Colourpoint stellt eine Unterart der Perserkatze dar. Sie ist eine Kreuzung zwischen Siam und Perser.