Langhaarkatze - Colourpoint

Colourpoint – Perser Colourpoint - Himalayan


Geschichte der Colourpoint


Beschäftigt man sich mit der Geschichte der Colourpointkatzen, so kommt man nicht umhin sich mit der Geschichte zweier anderer Rassen: der Perserkatzen und der Siams zu beschäftigen, denn aus diesen ging die Colourpoint ursprünglich hervor.


Viele, die sich mit der Geschichte der Katzenzucht beschäftigen sagen, dass es sich bei der Colourpoint um die erste Katzenrasse handelt, die aus einer gezielten Kreuzung zweier anderer Rassen hervorgegangen ist. Inwieweit dies der Wahrheit entspricht, lässt sich nicht mehr wirklich ausmachen. Klar ist jedoch, dass es in den 1920er Jahren zu ersten Kreuzungsversuchen zwischen diesen beiden Katzenrassen kam. Diese Versuche wurden in Europa durchgeführt. In den 1930er Jahren dann versuchten sich Amerikaner an einer Kreuzung zwischen Siam- und Perserkatzen. Als Basis diente ihnen eine schwarze Perserkatze und der erste Wurf aus dieser Verpaarung bestand aus lauter schwarzen und langhaarigen Kätzchen. Erst bei einer Rückkreuzung wurden Tiere geboren, die sowohl langes Fell als auch die typischen Siamabzeichen (Points) vereinten. Zunächst wurde die neue Rasse in den USA „Himalayan“ genannt, da die Abzeichenmuster denen entsprachen, die viel Kaninchen im Himalaja tragen. Die Maskenzeichnung der Tiere bewirkt, dass Pfoten, Ohren, Schwanz und auch die Gesichtsmaske dunkel erscheinen, während das restliche Fell hell beige bis weiß ist.


Aber auch in Europa, hier speziell in England, fanden in den 1930er und 1940er Jahren weitere Versuche statt eine Katzenrasse zu erzüchten, die langes Fell und Pointabzeichen vereinte, jedoch anders als die Heilige Birma von kräftiger Perserstatur sein sollte.


Bereits 1955 wurde die Rasse in Europa anerkannt, in den USA erfolgte die Anerkennung durch die großen Dachverbände 1961. Aber bis heute handhaben die Katzenzuchtverbände die Colourpointkatze unterschiedlich. Während sie in GCCF, CFA und WCF lediglich als spezieller Farbschlag der Perserkatzen angesehen wird, stellt sie für einige wenige Verbände eine eigenständige Rasse mit eigenem Standard dar.


Die nahe Verwandtschaft der Colourpoint zur Perserkatze (die sie eigentlich ja auch ist) führt dazu, dass bei ihr auf die gleichen genetisch bedingten Erkrankungen, wie PKD (Nierenerkrankung) und HCM (Herzinsuffizienz) zu achten ist, wie bei den Persern auch.


Wesen der Colourpoint


Die Colourpoint ist eine charmante und kontaktfreudige Katze, die nicht gerne allein ist. Mit ihrer kontaktfreudigen Art wickelt sie sofort jeden um ihre Pfote. Ihre Ausgeglichenheit und Ruhe verdankt sie dem Erbe der Perserkatzen und so ist sie, genau wie jene, gut in der Wohnung zu halten. Dabei sollte aber daran gedacht werden, dass auch die ruhigste Katze spielen, klettern und gelegentlich auch toben möchte.


Die intelligenten Tiere möchten gerne stets und ständig ein kätzisches oder menschliches Bezugswesen haben und sollten daher nicht alleine gehalten werden. Dabei ist es jedoch auch möglich sie mit Hunden zu vergesellschaften.


Colourpoints sind sehr verschmust und kommen gerne zu ihren Menschen, um ihre Schmuseeinheiten vehement einzufordern.


Colourpoint und Pflege


Da die Colourpointkatzen phänotypisch eigentlich Perserkatzen sind, gilt für ihre Pflege das gleiche wie für Perser. Das lange seidige Fell bedarf regelmäßiger und zum Teil täglicher Pflege. Vor allem sollte man die Tiere mehrmals in der Woche bürsten, damit die abgestorbene Unterwolle entfernt wird, die sich ansonsten verfilzen kann, was zur Folge hat, dass nur noch eine radikale Schur der Katze hilft. Kastrierte Tiere sind hier besonders aufwendig, da sie üppigeres Fell haben als potente Tiere. Aus diesem Grund sollte man schon bei den Kitten anfangen sie an regelmäßige Fellpflege zu gewöhnen. Vor allem unter dem Bauch und an den Innenseiten der Beine bildet sich gerne Filz.


Und da auch bei den „Maskenpersern“ mittlerweile sehr kurze Nasen und riesige Augen zu beobachten sind, sollte die Pflege auch in diesem Bereich nicht vernachlässigt werden. Denn durch diese extremen Gesichter haben die Katzen häufig Augen- und Nasenausfluss. Dies sollte regelmäßig gesäubert werden, um Infektionen und ein starkes Verkleben zu verhindern.